Ente, Tod und Tulpe (UA)
nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Wolf Erbruch
für Kinder ab 6 Jahren
DIE ENTE: Ich singe auf dem Tod,
                    Mit einem guten Brot,
                    Steh ich am Morgen auf,
                    Und setz mich auf ihn drauf.




Die Ente: Nadja Brachvogel
Der Tod: Martin Brachvogel
        
Regie: Simon Windisch
Bühne: Christina Weber
Kotüme: Ralph Heigl
Musik: Robert Lepenik
Licht/Technik:
Thomas Bergner

Eine Produktion von theater mundwerk in Zusammenarbeit mit dem Grazer Kindermuseum FRida & freD.

Dauer: 60 Minuten

Das gleichnamigen Bilderbuch erscheint im Verlag Antje Kunstmann.

Außerdem danken wir von Herzen dem TaO! für seine Unterstützung!
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„Oma ist weggegangen" oder „Dein Onkel ist noch da, er schaut uns von hoch oben zu" oder „Sie ist eingeschlafen und wacht nie wieder auf" sind oft Erklärungen der Eltern auf die verunsicherten Fragen ihrer Kinder nach dem Tod eines oder einer Verwandten. Doch lösen diese Tröstungs-versuche oftmals noch mehr Verwirrung bei den Kindern aus, werden sie doch dadurch vom Trauerprozess ihrer Eltern ausgeschlossen. Denn dass es Mama und Papa nicht gut geht, nehmen sie sehr wohl wahr. Durch falsch verstandene Fürsorge wird der Tod zu einem Tabu, zu einem dunklen Geheimnis, das nur Erwachsene etwas angeht.
Nur ist der Tod Teil unseres Lebens -- weder gut noch böse, sondern einfach nur da. Sich mit ihm zu beschäftigen, ist per se nichts Morbides oder Finsteres. So wie die Ente dem Tod ohne Argwohn, ohne Angst begegnet, sollen sich auch die jungen ZuschauerInnen möglichst unbefangen mit dem Thema auseinander setzen.

Schon länger hatte die Ente so ein Gefühl, und eines Tages bemerkt sie ihn: Der Tod steht neben ihr und lächelt sie sanft an. ›Eigentlich ist er nett‹, denkt sich die Ente, ›wenn man davon absieht, wer er ist, sogar ziemlich nett.‹ »Ich bin schon in deiner Nähe, solange du lebst«, sagt der Tod, »nur für den Fall, falls dir was zustößt. Ein schlimmer Schnupfen, ein Unfall - man weiß nie.« Doch noch ist es nicht so weit, und so unter-nehmen die beiden noch Einiges. Sie gehen zusammen in den Teich (was dem Tod gar nicht gefällt), nachts breitet die Ente ihr wärmendes Gefieder über ihn (das gefällt ihm), sie klettern gemeinsam auf einen Baum, dazwischen machen sie Musik (Orgel: Tod; Gesang: Ente) und reden ein wenig (na ja, vor allem die Ente): über die seltsame Vorstellung, nicht mehr da zu sein; was nach dem Leben kommen könnte und vieles mehr...

Ein heiteres wie behutsames Stück für alle ab sechs nach dem mehrfach preisgekrönten Bilderbuch von Wolf Erlbruch.



Foto: Manninger

Pressestimmen

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Ein Kinderspiel vom Sterben

„Ich bin schon in deiner Nähe, solange du lebst, nur für den Fall, falls dir was zustößt", sagt der Tod freundlich zu dem Entlein, als sie sich begegnen. Und damit beginnt das Theater Mundwerk im Grazer Kindermuseum Frida&freD eine berührende, poetische Liebesgeschichte zwischen der Ente und dem Tod zu erzählen.

Mit dem Stück „Ente, Tod und Tulpe" nach dem preisgekrönten Bilderbuch von Wolf Erlbruch haben die zwei Protagonisten des Theater Mundwerk, Nadja Brachvogel und Martin Horn, wieder ein Tabuthema auf die Kinderbühne gebracht, und wie auch bei ihren bisherigen Projekten: mit einer ohne Kitsch und Rührseligkeit sich entfaltenden Poesie.
Es bedarf auch einigen Mutes, den Eltern, die den Tod in ein unsichtbares Schlafkämmerchen abschieben, zu zeigen, wie sich sein „Schützling" vertrauensvoll in seine Arme schmiegt. Und bis die Zeit gekommen ist, wird ohne Pathos gemeinsam gespielt, auf den Baum geklettert und in den Teich gesprungen. Ein fast befreiendes Gefühl, mit dem man das Theater verlässt, darf als gesondertes Lob gelten. Für Kinder ab sechs Jahren sehr zu empfehlen!«

Kronen Zeitung


»
Ein höchst poetisches Glanzstück

GRAZ. Was die wenigsten schaffen, packt das Theater Mundwerk unter der Regie von Simon Windisch so poesievoll sanft und klug an, dass sogar die Großen im Kindermuseum staunen. Denn Martin Horn als kauziger Spielmann Tod wird zum Freund und Lebensbegleiter der naiven Ente Nadja Brachvogel. Nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch gelingt es dem gewitzten Duo in „Ente, Tod und Tulpe" mit dem Tabu Sterben zu brechen.«

Kleine Zeitung

Foto: Punzengruber

Foto: Punzengruber

Foto: Manninger

Foto: Punzengruber

Foto: Punzengruber

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